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Liebe Mitchristen, Ostern fällt in diesem Jahr auf den 1. April. Da treffen heuer zwei verschiedene Bräuche aufeinander, die beide Heiterkeit provozieren und unsere Lachmuskeln strapazieren möchten.

Der „Aprilscherz" will mit erfundenen Geschichten, falschen Informatio­nen oder kleinen Streichen Menschen auf witzige Weise täuschen und anschließend mit dem Ruf „April, April" den Schwindel aufdecken.

Der zweite Brauch ist das „Osterlachen ". Seit dem Mittelalter mussten die Pfarrer in ihren Predigten lustige Geschichten und Witze erzählen, bis die Gemeinde in lautes Gelächter ausbrach. Weil es manche da­bei zu bunt trieben, indem sie wie die Hühner gackerten, Handstände auf der Kanzel machten und schlüpfrige Anekdoten zum Besten ga­ben, die - so ein Historiker - ,,zu erzählen ein anständiger Mensch nicht einmal am Biertisch wagen würde", schritten die Bischöfe ein und untersagten das Osterlachen.

Doch wenn wir wirklich daran glauben, dass die Auferweckung Jesu „Ausdruck von Gottes Gelächter über den Tod" ist, dann haben wir Christen an Ostern wahrlich viel zu lachen und Freude und Humor sollten zu unseren christlichen Markenzeichen gehören.

Dass ich Sie zum Osterlachen anstecken kann, wünscht und erhofft sich
Pfarrer Andreas Bosl

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