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Der November ist für viele Menschen ein trauriger und düsterer Monat. Das liegt auch an dem oft grauen und schlechten Wetter. Den November-tagen fehlen das farbenfrohe Herbstlaub des Oktobers und das helle Licht des Advents.

In diesen düsteren Novembertagen feiert die Kirche seit vielen Jahr-hunderten zwei Feste, die sich gut in diese Jahreszeit einfügen und mit vielerlei unterschiedlichem Brauchtum verbunden sind. Wir denken in dieser Zeit besonders an die Menschen, die gestorben sind. Familien besuchen die Gräber der Angehörigen. Am Grab eines Menschen zu stehen, den man geliebt hat, ist oft schwer. Wir vermissen den geliebten Menschen. Er fehlt uns.

Aber am Allerheiligen Fest steht die Botschaft von Ostern im Vorder-grund: Alle Menschen, die auf Christus getauft sind, dürfen darauf vertrauen, dass sie auf seine Auferstehung und sein ewiges Leben getauft sind.
Die geschmückten Gräber drücken unsere Verbundenheit und unsere Liebe zu den Verstorbenen aus. Doch die Grabsteine und der Grab-schmuck zeigen, dass wir als Christen darauf hoffen, dass der Tod nicht das Ende ist. Dass der Verstorbene bei Gott ist und dort lebt. Und dass wir selbst, wenn wir sterben, zu Gott kommen und all die geliebten Menschen wiedersehen, die uns ein Stück auf unserem Lebensweg begleitet haben.
Vielleicht kann uns die wohlwollende Erinnerung an einen geliebten Menschen durch den düsteren November tragen, indem das vergangene Schöne, das uns miteinander verbindet, nach und nach in ein kostbares Geschenk des gemeinsam gelebten Lebens verwandelt werden kann.

Lichtvolle und zuversichtliche Novembertage wünscht Ihnen
Dariusz Kowalski, Pfarrvikar

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