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Dem Sakrament der Buße und der Versöhnung stehen heute viele Ka­tholiken skeptisch gegenüber. Sie sehen nur den fremden Mann im Beichtstuhl, mit dem sie ihr Innerstes und ihre Fehler teilen sollen und der doch vom eigenen, vom echten Leben kaum etwas zu wissen scheint.

Nach der Aufzählung der eigenen Sünden gibt er einem ein Gebet zur Buße auf und das war's dann. Oder?

Nein, hinter diesem Sakrament steckt mehr! Es ist ein Geschenk, das Jesus selbst uns gemacht hat. Tatsächlich vergibt Dir auch nicht der anwesende Priester die Sünden, sondern Gott selbst! Der Priester stellt sozusagen nur den Draht nach oben her. Er leiht Jesus sein Ohr. Manch einer mag denken: ,,Das mache ich mit Gott direkt aus, dazu brauch ich keinen Priester!" Doch Gott kennt uns. Er weiß, dass wir unsere Sünden zu gern unter den Teppich kehren oder klein reden. Ganz nach dem Motto: Das war doch alles gar nicht so schlimm. Ehrli­cher ist es, seine Sünden auszusprechen und sie zu bekennen.

Aber was soll ich eigentlich beichten? Voraussetzung für jede Beichte ist eine Gewissenserforschun􀀨J- Ein Beichtspiegel kann beispielsweise dabei helfen. Wenn Du Dir anschließend bewusst bist, was Deine Fehler und Schwächen sind, bist Du bereit. In einem Gespräch mit dem Beichtvater schilderst Du Deine aktuelle Lage, Deine Probleme, Deine Sünden. Du kannst dem Priester alles anvertrauen, was Dir auf dem Herzen liegt. Er darf nämlich unter keinen Umständen jemandem davon erzählen.

Anschließend gibt er Dir einen Rat für die Zukunft und versucht, Dir mit Deinen Problemen zu helfen. Danach spricht er: ,,So spreche ich Dich los von Deinen Sünden im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen."

Am Ende des Beichtgesprächs wird der Priester Dich bitten, eine Buße zu verrichten. Das kann ein Gebet sein oder auch eine Tat, um manches wieder gut zu machen. Er wird Dich nach Deinem Vorsatz fragen, was Du von nun an besser machen willst.

Beim nächsten Mal könnt Ihr dann über Deine Erfahrungen sprechen. Wenn Du Dich einmal getraut hast, Deine Sünden zu bekennen und alle Last bei Jesus abzuladen, wirst Du das befreiende und gute Ge­fühl danach nicht mehr missen möchten.

Wo kannst Du hier bei uns beichten?
In Zell, Margetshöchheim und Leinach immer vor der Vorabendmesse um 17.30 Uhr.

Daneben stehen Pfarrer Andreas Kneitz und Pfarrvikar Dariusz Ko­walski auch jederzeit zu einem Beicht- und/oder Seelsorgegespräch zur Verfügung. Auch Diakon Rudolf Haas ist für ein seelsorgliches Ge­spräch für Sie da.

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