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Ein Geldstück liegt extra für den sonntäglichen Kirchgang bereit. Man steckt es am Besten auch schon in die Hosen- oder Jackentasche, damit man, wenn es so weit ist, nicht lange suchen muss. So oder so ähnlich kennen Sie das vielleicht auch von früher - oder gar von heute?

Und wenn etwas besonderes in der Pfarrgemeinde anstand, die Kirche renoviert, die Orgel erneuert oder die Heizung repariert werden musste, dann hat man auch schon einmal unauffällig einen etwas größeren Betrag in das Körb- chen geworfen. Aus dem bekannten „Klingeln“ im Kollektenkörbchen wurde ein „Scheinwerfersonntag“.

Woher kommt dieser Brauch? Bei der Gabenbereitung bringen die Ministranten Brot und Wein zum Altar. Die Gaben, die für das eucharistische Mahl nötig sind. Es sind die „Gaben des Volkes für die Feier des Opfers“, wie es in der Liturgie der Priesterweihe heißt. Leider ist dieser Aspekt bei uns verloren gegangen.

Andernorts bringen die Menschen zur Gabenbereitung mit Brot und Wein auch all die Dinge, die zum Leben der Gemeinde notwendig sind. Oft drückt sich das in Naturalien oder Lebensmitteln aus. Dahinter aber steckt der Wille, dass wir alle für das Leben der Gemeinde in der Verantwortung stehen und jeder seinen kleinen Beitrag leisten kann.

In der westlichen Welt hat sich dieser Gedanke dem allgemeinen Leben der Menschen angepasst. Nicht mehr Naturalien, sondern ein kleiner Geldbeitrag als Ausdruck der gemeinsamen Sorge um die gemeinsame Feier und um die Gemeinde werden mit den Gaben von Brot und Wein gebracht. Ich gebe ein Stück von mir für die gemeinsame Feier.

Wegen der Coronapandemie droht dieser Brauch verloren zu gehen. Das Herumgeben eines Kollektenkörbchens ist unter den geltenden Hygiene- regeln nicht möglich. Bitte übersehen Sie deshalb die Körbchen an den Ausgängen nicht und geben Ihre Spende. Sie leisten Ihren Beitrag für unser gemeinsames Feiern in unseren Pfarrgemeinden.

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